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MPU wegen Alkohol: Ab wie viel Promille droht sie?

Aktualisiert: Oktober 2026Alle Quellen im Text verlinktKeine Rechtsberatung

Alkohol am Steuer ist der häufigste Grund für eine MPU. Hier erfährst du, ab wann die Behörde sie anordnet und was du tun kannst.

Ab 1,6 Promille ist die MPU Pflicht

Nach § 13 der Fahrerlaubnis-Verordnung ordnet die Behörde eine MPU an, wenn du gefahren bist mit:

  • 1,6 Promille oder mehr Alkohol im Blut, oder
  • 0,8 mg/l oder mehr Alkohol in der Atemluft.

Das gilt übrigens nicht nur für das Auto. Gemeint ist das Führen eines Fahrzeugs, also zum Beispiel auch das Fahrrad.

Weitere Gründe für eine Alkohol-MPU

Laut § 13 FeV kann eine MPU auch angeordnet werden, wenn:

  • es Hinweise auf Alkoholmissbrauch gibt,
  • du wiederholt unter Alkoholeinfluss im Straßenverkehr aufgefallen bist,
  • dir der Führerschein schon einmal aus einem dieser Gründe entzogen wurde,
  • geklärt werden muss, ob ein Missbrauch oder eine Abhängigkeit nicht mehr besteht.

Auch unter 1,6 Promille kann eine MPU drohen. Das Bundesverwaltungsgericht hat 2021 entschieden (Az. 3 C 3.20), dass die Behörde schon ab 1,1 Promille eine MPU anordnen kann, wenn weitere Hinweise auf Alkoholmissbrauch hinzukommen, zum Beispiel keine Ausfallerscheinungen trotz hohem Wert (ERGO Rechtsportal).

Abstinenz oder kontrolliertes Trinken?

Ob du für die MPU komplett auf Alkohol verzichten und das nachweisen musst, hängt von deinem Fall ab. Übliche Nachweis-Programme laufen 6, 12 oder 15 Monate (Uniklinik Heidelberg). Kläre das früh mit einer Beratungsstelle, damit du keine Zeit verlierst.

Wann dein Nachweis frühestens fertig ist, zeigt dir der Abstinenz-Planer. Was alles zusammen kostet, siehst du im MPU-Kostenrechner.

Wichtig für deinen Fall

Diese Seite erklärt allgemein, wie es läuft. Sie ist keine Rechtsberatung. Was in deinem Fall gilt, entscheidet deine Fahrerlaubnisbehörde. Bei Fragen zu deinem konkreten Fall hilft dir eine Beratungsstelle oder ein Anwalt für Verkehrsrecht.

Du kommst vom Alkohol oder von Drogen nicht los? Das ist kein Grund, dich zu schämen. Kostenlose Hilfe in deiner Nähe findest du im Suchthilfeverzeichnis der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen.

Stand: Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr, Quellen sind direkt im Text verlinkt.

Alkohol oder Drogen sind gerade zu viel?Du musst das nicht allein schaffen. Suchtberatungsstellen helfen kostenlos und vertraulich, auch ohne MPU.

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